Der SV Beckdorf trifft nach dem Auswärtserfolg beim MTV Großenheidorn im Saisonendspurt auf den TuS GW Himmelsthür. Die Hildesheimer sind in einer guten Form und belegen derzeit mit 16:26 Punkten den elften Tabellenplatz in der Regionalliga Niedersachsen. Dennoch stecken die Hildesheimer aufgrund der unklaren Liga-Konstellation in der kommenden Saison im Abstiegskampf. Aber warum?

Himmelsthür reist mit einer ordentlichen Packung Selbstvertrauen in den Landkreis Stade. Der TuS konnte seine letzten beiden Partien für sich entscheiden: Beim Tabellenletzten aus Gruppenbühren/Bookholzberg gewann die Mannschaft von Trainer Killian Kraft mit 30:36 – zu Hause gegen die „Meerbachspatzen“ aus Nienburg mit 29:27. Zuvor spielte man gegen den TvdH Oldenburg über weite Strecken auf Augenhöhe und musste sich erst in der Schlussminute mit 30:31 geschlagen geben. In der Hinrunde sicherte man sich wiederum ein Punkt beim Aufstiegsaspiranten und Tabellenzweiten aus Großenheidorn. Wie unangenehm Himmelsthür sein kann, hat bereits das Hinspiel gezeigt. Im November musste sich der SV Beckdorf geschlagen geben – vor allem, weil sich die Gastgeber an diesem Tag mit viel Einsatz und Leidenschaft den Sieg am Ende verdienten.

Sportlich verfügt Himmelsthür über einige gefährliche Akteure. Neben Linksaußen Maximilian Hollstein und Linkshänder Florian Most macht vor allem  Justus Krummwiede, der mit 125 Treffern zu den torgefährlichsten Spielern der gesamten Regionalliga zählt und auch im Allstar-Team der Regionalliga Niedersachsen steht, auf sich aufmerksam. Derweil haben die Hildesheimer mit Maximilian Ahrenbeck und Justus Krumwiede zwei Abgänge zur kommenden Saison vermeldet. Die Leistungsträger wechseln im Sommer zum aktuellen Tabellenführer der Oberliga Süd. Der Lehrter SV hat mit 27:11 Punkten berechtigte Ansprüche auf den Wiederaufstieg in die Regionalliga Niedersachsen.

Wieso 16 Punkte nicht reichen könnten

Für den TuS GW Himmelsthür geht es in den verbleibenden fünf Saisonspielen noch um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Mit 16 Punkten auf Tabellenplatz elf ist zwar noch etwas Luft nach unten – endgültige Sicherheit gibt es jedoch nicht. Der Grund: Die Abstiegsregelung hängt stark von den Entwicklungen in der 3. Liga ab. Deutschlandweit gibt es vier Staffeln in der 3. Liga (Nord-West, Nord-Ost, Süd-West und Süd). Für die Regionalliga Niedersachsen sind dabei vor allem die beiden Nord-Staffeln relevant. Aus diesen steigen grundsätzlich Mannschaften in die Regionalligen ab – und je nachdem, wie viele Teams aus Niedersachsen betroffen sind, kann sich die Anzahl der Absteiger in die Regionalliga erhöhen.

 Aktuell besteht die Möglichkeit, dass bis zu vier niedersächsische Mannschaften aus der 3. Liga in die Regionalliga zurückfallen. Von einem Abstieg sind der ATSV Habenhausen und der TV Bissendorf-Holte bedroht. Auch der TSV Anderten und die HSG Varel sind noch nicht endgültig gesichert. Gleichzeitig spielt mit den Sportfreunden Söhre ein weiteres niedersächsisches Team in der Nord-Ost-Staffel der 3. Liga. Mit 11 Punkten steckt die Mannschaft aus Hildesheim ebenfalls auf einem Abstiegsplatz. Sollte sich diese Konstellation bestätigen, könnten bis zu vier Drittligisten in die Regionalliga Niedersachsen absteigen. Das hätte direkte Auswirkungen auf die Liga darunter: In diesem Fall müssten auch vier Teams aus der Regionalliga Niedersachsen den Gang in die Oberliga antreten. Damit bleibt der Tabellenkeller in der Regionalliga Niedersachsen weiterhin extrem eng.

Trainer Robert Frahm kann am Wochenende auf seinen gesamten Kader zu greifen. Anpfiff ist um 19.00 Uhr in der Sporthalle auf dem Delm.