Nach der 31:36-Heimniederlage gegen den Spitzenreiter aus Burgdorf musste sich der SV Beckdorf erstmals nach sieben Spielen wieder geschlagen geben. Für Trainer Robert Frahm ist die Niederlage jedoch kein Grund zur Sorge: „Natürlich hätten wir das Spiel gern länger offen gehalten, aber wir haben auch gesehen, woran wir noch arbeiten müssen.“ Nun wartet der Tabellenzweite auf „Beckys Patrouille“.
Die Gastgeber vom Steinhuder Meer marschieren in dieser Saison nahezu unaufhaltsam Richtung 3. Liga und mussten sich bislang sportlich nur zwei Mal geschlagen geben. Gegen die „Recken“ aus Burgdorf verlor man deutlich mit 36:28 – gegen den MTV Vorsfelde mit 28:33. Im Hinspiel gegen die „Reckenschmiede“ musste der MTV Großenheidorn seinen in letzter Sekunde erkämpften Punkt am grünen Tisch wieder abgegeben.
Besonders offensiv gehört Großenheidorn zu den stärksten Teams der Liga: Über die erste und zweite Welle kommen sie immer wieder zu einfachen Toren und setzen ihre Gegner früh unter Druck. Zuletzt gelang den Heidornern ein souveräner 26:31-Auswärtssieg bei den „Meerbachspatzen“ aus Nienburg. Zuvor reichte es bei den heimstarken Oldenburgern für die Mannschaft von Trainer Stefan Lux nur für ein 21:21-Unentschieden. Ein zentraler Faktor im Angriffsspiel ist Spielmacher Julius Bausch, der mit 92 Treffern in 16 Partien zu den torgefährlichsten Spielern seiner Mannschaft gehört und vor allem das Tempospiel der Gastgeber diktiert. Zudem stellt Großenheidorn mit Jakob Bormann den aktuell wohl effektivsten Linksaußen der Liga. Mit Sönke Nickel verpflichten die Wunstorfer ein Top-Talent aus dem Nachwuchs des Handball Sportverein Hamburg. Der Kreisläufer wechselt zur kommenden Saison ans Steinhuder Meer – per Doppelspielrecht ist aber schon heute spielberechtigt.
Im Hinspiel dieser Saison zeigte der MTV dem SV Beckdorf die Grenzen auf. Mit einem 29:39 demontierte der Aufstiegsaspirant die Mannschaft um Co-Kapitän Leonard Klein regelrecht. Doch im Vergleich zu den vergangenen Jahren reist Beckdorf mit deutlich breiterer Brust an. Die Mannschaft hat sich in dieser Spielzeit stabilisiert und will auch gegen den nächsten Favoriten selbstbewusst auftreten.
„Wir wissen natürlich um die Rollenverteilung, aber wir müssen uns nicht verstecken“, betont Frahm.
Anpfiff ist um 19.30 in Wunstorf.