Der SV Beckdorf trifft am kommenden Samstag zum letzten Spiel der Saison auf den VfL Hameln. Nach der bitteren 30:29-Niederlage gegen die HSG Schaumburg will sich die Mannschaft von Trainer Robert Frahm mit einem Sieg und einem guten Gefühl in die Sommerpause verabschieden. Die letzte Partie gewann „Beckys Patrouille“ im Februar gegen die SG Achim/Baden (27:24).
Pleite gegen Schaumburg schmerzt noch
„Die Jungs haben alles reingeworfen, was sie hatten. Mit der personellen Situation so ein Spiel abzuliefern, verdient Respekt. Sich jedoch eine 9-Tore-Führung nehmen zu lassen schmerzt. Trotzdem nehmen wir die Einstellung mit ins letzte Spiel und wollen uns da nochmal belohnen“, resümiert der Coach.
Aktuell rangiert Beckdorf auf Tabellenplatz sechs. Mit einem Sieg gegen Hameln (und einer Niederlage der HSG Schaumburg gegen den Tabellenzweiten aus Heidorn) würde die Mannschaft um Kapitän Markus Clever auf Platz 5 beenden. Bei einer Niederlage (und einem Sieg der MTV Vorsfelde gegen die HSG Nienburg) würde „Beckys Patrouille“ auf Rang 7 abrutschen.
Starker Aufsteiger mit Bundesliga-Vergangenheit
Der VfL Hameln (ehemals SG Hameln) ist einer der geschichtsträchtigsten Vereine im niedersächsischen Handball. In der Saison 1985/86 gelang es Hameln erstmals in die Handball-Bundesliga aufzusteigen. Nach dem Abstieg in die Zweitklassigkeit gelang den Hamelnern der sofortige Wiederaufstieg. Der größte Erfolg gelang dem Verein in der Saison 1991/92, als man die 1. Bundesliga auf dem 2. Platz hinter dem THW Kiel abschloss. Dazu kamen ein Auftritt im DHB-Pokal-Halbfinale sowie internationale Spiele in den Folgejahren. Später führten finanzielle Probleme zu einem insolvenzbedingten Absturz in die damalige Regionalliga. Der Verein stieg erneut ab, startete dann aber einen langfristigen Neuaufbau.
Heute – zurück in der Regionalliga rangiert der VfL Hameln nach 25 Spieltagen auf Platz 8. Für die Mannschaft von Trainer Marc Siegesmund geht es weder nach oben, noch nach unten. Auffälligster Spieler ist Janne Siegesmund, der mit 98 Toren in 12 Spielen hinter Leon Petersen und Lasse Giese auf Platz 3 der ligaweiten Torschützenliste steht. Daneben stechen Sebastian Maczka (82 Tore) sowie der isländische Neuzugang Kari Thomas Hauksson (108 Treffer) aus einer starken Hamelner Mannschaft heraus.
SV Beckdorf verabschiedet drei Spieler und seinen Co-Trainer
Wie jedes Jahr wird auch am Ende dieser Saison Abschied genommen und „Danke“ gesagt. Mit Robert Mitleider (Karriereende), Jakob Harms (tritt kürzer), Jonas Gerkens (wechselt zum VfL Fredenbeck) und Co-Trainer Philipp Warnholtz (neuer Co-Trainer beim Bundesligisten aus Buxtehude) verlassen gleich vier Herzensmenschen den SV Beckdorf. Eine würdevolle Verabschiedung findet direkt nach Abpfiff statt.
Der SVB muss weiterhin mit einem schmalen Aufgebot operieren. Fehlen werden erneut: Santino Lenzsch, Tim Fock und Jonas Gerkens. Wieder mit dabei sind Enno Beyer und Abwehrspezialist Tim Benner.
Anpfiff ist um 19 Uhr in der Sporthalle auf dem Delm.