Der SV Beckdorf hat sein vorletztes Saisonspiel bei der HSG Schaumburg denkbar knapp mit 29:30 verloren. In einer Partie mit extremen Ausschlägen und wechselnden Spielphasen zeigte die Mannschaft von Trainer Robert Frahm trotz personeller Sorgen eine starke Leistung. Am Ende stand man aber erneut ohne Punkte da.
Dabei begann die Partie nahezu perfekt für die Gäste. Beckdorf übernahm früh die Kontrolle. Vor allem defensiv präsentierte sich das Team hellwach. Im Mittelblock arbeiteten Thorin Helfers und Finn Sebastian aktiv und aufmerksam, während Torhüter Jan Peveling gleich mehrfach stark parierte und sogar zweimal ins leere Tore einnetzte. Beckdorf spielte wie im Rausch, nutzte Ballgewinne und setzte sich bis zur 26. Minute auf beeindruckende neun Tore ab (15:6). Doch statt diesen Vorsprung souverän in die Pause zu bringen, schlichen sich erste Fehler ein. Der Kräfteverschleiß machte sich bemerkbar, einfache Ballverluste führten zu schnellen Gegentoren. Schaumburg nutzte das konsequent und verkürzte bis zur Halbzeit auf drei Treffer.
Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel. Schaumburg kam besser rein, während Beckdorf dem hohen Tempo und der Belastung Tribut zollen musste. Die Gastgeber drehten die Partie und setzten sich sogar mit vier Toren ab. Vor allem das Spiel mit dem siebten Feldspieler stellte die Beckdorfer Defensive vor große Herausforderungen.
„Wir haben den Faden verloren und zu viele technische Fehler gemacht“, sagt Chef-Trainer Robert Frahm.
Mannschaft zeigt Kampfgeist
Doch wer dachte, das Spiel sei entschieden, wurde eines Besseren belehrt. Beckdorf kämpfte sich zurück, zeigte Moral und nutzte nun Chancen ins leere Tor. Angeführt von einem bärenstarken Leonard Klein (11/2 Tore) gelang „Beckys Patrouille“ ein 4:0-Lauf. In der Schlussminute vergab die Mannschaft den entscheidenden Führungstreffer zum möglichen 29:30. Schaumburg wiederum nutzte die finale Möglichkeit und sicherte sich über die Rechtsaußenposition in letzter Sekunde den Sieg.
„Die Jungs haben alles reingeworfen, was sie hatten. Mit der personellen Situation so ein Spiel abzuliefern, verdient Respekt. Sich jedoch eine 9-Tore-Führung nehmen zu lassen schmerzt. Trotzdem nehmen wir die Einstellung mit ins letzte Spiel und wollen uns da nochmal belohnen“, resümiert der Coach.
Aktuell rangiert Beckdorf damit auf Tabellenplatz sechs. Am kommenden Samstag hat die Mannschaft von Kapitän Markus Clever die Chance, die insgesamt starke Saison mit einem positiven Erlebnis und dem Erreichen der 30-Punkte-Marke abzuschließen. Dabei setzt „Beckys Patrouille“ auf lautstarke Unterstützung und ein roten Beckdorfer-Block.
Anpfiff ist um 19 Uhr gegen den VfL Hameln. Alle in Rot!