Der SV Beckdorf verabschiedet sich zum Saisonende von einem echten Teamplayer: Robert „Nogger“ Mitleider wird seine aktive Karriere vorerst beenden.

 „Ich war für das Trainerteam das Schweizertaschenmesser. Ich habe auf allen Positionen gespielt. Aber für Einsätze im Tor hat es dann doch nicht ausgereicht“, erklärt Robert Mitleider.

Der Linksaußen kam 2022 vom TV Fischbek (2014-2022) nach Beckdorf. Vorher spielte der 30-Jährige beim Nachbarn in Fredenbeck. „Nogger“ war Teil des großen Umbruchs, in dem viele neue, junge Gesichter das Team prägten. Direkt nach seiner Ankunft musste sich der zweifache Papa jedoch einer Schulter-OP unterziehen. Später folgte ein Meniskusriss. Doch Aufgeben war nie eine Option. Stattdessen kämpfte er sich immer wieder zurück. Immer mannschaftsdienlich, immer da.

„Auf Nogger war einfach immer Verlass. Er hatte immer einen guten Rat parat und hat auf der Platte immer alles gegeben. Vor allem mit seiner Abwehr und seiner mentalen Stärke hat er uns echt weitergebracht. Er lies nie zu dass jemand ins Zweifeln kam und versuchte bei jedem Spieler die letzten Prozente herauszuholen. Ich bin froh, ein paar Jahre mit ihm zusammengespielt zu haben, wünsche ihm nur das Allerbeste und bin mir sicher, dass wir ihn auch weiterhin in der Halle sehen werden“, erzählt Co-Kapitän Leonard Klein. 

Sein Einfluss ging dabei weit über das Spielfeld hinaus. In der Kabine war „Nogger“ ein wichtiger Faktor. Laut und mit klarer Haltung. Sein legendärer Satz „Mehr Härte!“ ist längst Teil der Beckdorfer DNA geworden.

„Diese Mentalität ist vorbildlich und hat die Mannschaft geprägt“, sagt Chef-Trainer Robert Frahm.

Und dann ist da natürlich noch die Geschichte hinter seinem Spitznamen: Bei seiner ersten Mannschaftsfahrt in der Vorbereitung soll Robert sich durch eine beachtliche Menge Nogger-Eis von Langnese (keine Werbung!) gearbeitet haben. Gerüchten zu Folge sollen es innerhalb von zwei Stunden zehn Stück gewesen sein. Zu allem Überfluss soll dann noch ein Stück von seinem Zahn abgebrochen sein. Der Name war geboren und ist bis heute geblieben.

„Die Zeit in Beckdorf war für mich etwas ganz Besonderes. Trotz der vielen Rückschläge habe ich mich hier immer wohlgefühlt und bin stolz, Teil dieser Mannschaft gewesen zu sein und aktiv an der Entwicklung der jungen Spieler mitgewirkt zu haben. Jetzt ist für mich der richtige Zeitpunkt gekommen die Handballschuhe abzulegen und mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Ich wünsche dem gesamten Team für die Zukunft maximalen Erfolg“, sagt Robert.

 

„Spieler wie Nogger findest du nicht oft. Er hat sich immer in den Dienst des Teams gestellt und war ein echter Kämpfer. Wir sind ihm für seinen Einsatz und seine Loyalität sehr dankbar“, so Vorstandmitglied Klaus Meinke.

Wir werden dich vermissen, lieber Robert.