Der erste Heimsieg muss warten. Beckys Patrouille unterliegt der HSG Schaumburg mit 26:29 und steht nach den ersten beiden Saisonspielen bei 1:3 Punkten. Vor allem im Angriff erwischte die Mannschaft von Trainer Robert Frahm einen schwierigen Abend und fand über weite Strecken keine konstanten Lösungen gegen die offensive Deckung der Gäste.

Bereits beim 26:26 zum Auftakt in Cloppenburg hatte sich gezeigt, dass im Beckdorfer Positionsangriff noch nicht alles ineinandergreift. Gegen Schaumburg wurden diese Probleme noch einmal deutlicher. Vor allem mit der 3:2:1-Deckung der Gäste tat sich der SVB schwer. Die Abstände stimmten häufig nicht, das Timing fehlte und nur selten gelang es, die Abwehr wirklich auseinanderzuspielen.

Das Problem lag dabei weniger in der reinen Chancenverwertung. Vielmehr schaffte es Beckdorf zu selten, klare Wurfsituationen und Durchbrüche überhaupt erst zu erarbeiten. Dazu kamen technische Fehler und Phasen, in denen das Angriffsspiel zu statisch und ohne die nötige Überzeugung wirkte. Besser funktionierte über weite Strecken die Arbwehr. Thorin Helfers und Tim Fock zeigten im Abwehrzentrum eine gute Partie.

Graafmann führt Schaumburg zum Auswärtssieg

Schaumburg fand dagegen häufiger die passenden Lösungen. Besonders Fynn Graafmann war mit acht Treffern der auffälligste Akteur der Partie und verwandelte alle vier Siebenmeter. Nach der überraschenden 30:31-Heimniederlage gegen Aufsteiger Horneburg zeigte die HSG damit die passende Reaktion. Dass Schaumburg dem SVB nicht besonders gut liegt, zeigt inzwischen auch die Bilanz: Nur eines der vergangenen fünf direkten Duelle konnte Beckdorf für sich entscheiden. Auch diesmal hatte die HSG am Ende die besseren Antworten.

Jetzt geht es nach Hameln

Nach zwei Spielen steht Beckdorf damit bei 1:3 Punkten. Dramatisch ist das zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison sicherlich nicht. Trotzdem war insbesondere die Art und Weise der ersten Heimniederlage enttäuschend. Gerade offensiv fehlt momentan noch das Selbstverständnis, das Beckdorfs Spiel in der vergangenen Saison über längere Phasen ausgezeichnet hatte. Viel Zeit zum Ärgern bleibt allerdings nicht. Bereits am kommenden Samstag wartet die nächste schwierige Aufgabe: Beckys Patrouille reist zum VfL Hameln.

Und dort treffen zwei Mannschaften aufeinander, die einen Fehlstart unbedingt verhindern wollen. Hameln steht nach zwei Niederlagen bei 0:4 Punkten und musste sich zuletzt auswärts beim Nachbarn und Aufsteiger VfL Horneburg deutlich mit 30:37 geschlagen geben. Der SVB reist mit 1:3 Punkten an. Einfach wird die Aufgabe nicht. Schon in der vergangenen Saison entwickelte sich in Hameln eine enge Partie, die der VfL erst mit dem letzten Wurf für sich entscheiden konnte. 

Unterstützung von den Rängen ist dabei ausdrücklich erwünscht: Für die Auswärtsfahrt nach Hameln stellt der Verein einen Reisebus, in dem auch Fans herzlich willkommen sind. Treffpunkt ist am Samstag um 13:45 Uhr an der Sporthalle auf dem Delm. Wer Beckys Patrouille nach Hameln begleiten möchte, kann sich gerne vorab anmelden.